Samstag, 19.2.2022: 2. Jahrestag des rechten Terroranschlags von Hanau

Am Samstag, den 19.2.2022 jährt sich der rechte Terroranschlag in Hanau zum zweiten Mal. Die „Initiative 19. Februar Hanau“ ruft deswegen bundesweit zu dezentralen Kundgebungen auf.

Im Aufruf der Initiative  [–>LINK] heisst es dazu:

„Die Namen der Opfer unvergessen machen. Ihre Namen sollen erinnern und mahnen, den rassistischen Normalzustand im Alltag, in den Behörden, den Sicherheitsapparaten und überall zu beenden.

Der rassistische Anschlag war auch ein Ergebnis der rechten Hetze von Politiker:innen, Parteien und Medien. Behörden und Sicherheitsapparate haben ihn durch ihre strukturelle Inkompetenz und Ignoranz weder verhindert noch aufgeklärt. Das ist das Zusammenspiel, das in den Handlungen Einzelner ihre mörderische Zuspitzung und Folge findet und damit sind rechte Terrorakte niemals Einzeltaten.

Schluss damit! Damit wir keine Angst mehr haben müssen, muss es politische Konsequenzen geben. Rassismus, egal in welcher Form, darf nicht mehr geduldet, verharmlost oder ignoriert werden. Wir geben keine Ruhe!“

Wenn Ihr Euch an einer der Aktionen beteiligen wollt, findet ihr eine Auflistung der Kundgebungen in dieser Liste [–>LINK]

WM 2022 in Katar: Diskussion und Fan-Boykott-Aufruf

Vom 12.11.-18.12.2022 soll in Katar die nächste Fussballweltmeisterschaft der Männer* stattfinden. In den letzten zwei bis drei Jahren gab es wiederholt menschenrechtliche Kritik an der Vergabe WM nach Katar, primär auf Grund der Arbeitsbedingungen in Katar. Die Rosa-Luxemburg Stiftung hat nun im letzten November ein sehenswertes Podium zusammengestellt, was probierte, den aktuellen Stand der polit-ökonomischen Debatte und Entwicklungen zusammenzuführen. Inklusive von gewerkschaftlich organisierten Leuten bis zu Vertreter*innen von Fussball-Fan-Initiativen, die zum Boykott der WM durch Verbänden und – wenn dieses nicht fruchtet – durch die Fans selber aufrufen. Eine Übersicht über Referent*innen und die einzelnen Teile der Veranstaltung findet ihr in der Video-Beschreibung.

Die Umstrittenheit der WM 2022 hat sich auch in mehreren Fan-Initiativen niedergeschlagen, u.a. der internationalen Fan-Ini „Boycott Qatar 2022“. Diese hat einen längeren Aufruf verfasst [–> LINK]. In diesem findet sich folgender Satz:

„Wir Fußballfans sind keine Träumer. Wir wissen, dass der Fußball seit seinen Pioniertagen kommerziellen Tendenzen und Manipulationen unterliegt. In gewisser Weise muss der Fußball und müssen wir damit leben. Aber es gibt Situationen, in denen eine kritische Kommentierung nicht reicht, sondern ein praktisches Zeichen gesetzt werden muss. Die WM in Katar ist solch ein Fall, in dem zu viele Grenzen überschritten werden. Noch haben die FIFA und ihre Mitgliedsverbände die Möglichkeit, ihre Entscheidung pro Katar zurückzuziehen und ein anderes Land mit der Turnieraustragung 2022 zu beauftragen. Leider ist es sehr unwahrscheinlich, dass es dazu kommt.

Daher wäre es Sache des DFB, klare Signale zu senden. Ein Verzicht auf die WM-Teilnahme, wie vom ehemaligen DFB-Präsidenten Grindel erwogen, wäre die klarste Möglichkeit. Falls sich der DFB dazu nicht entschließt, fordern wir eine ausführliche Erklärung dieser Entscheidung. Dabei sollte der DFB zur Menschenrechtslage in Katar eindeutig Position beziehen. Ebenso sollte er die Arbeit von Menschenrechtsgruppen und Fanorganisationen, die sich kritisch mit Katar auseinandersetzen, finanziell fördern.“

WM 2022 in Katar: Diskussion und Fan-Boykott-Aufruf

Vom 12.11.-18.12.2022 soll in Katar die nächste Fussballweltmeisterschaft der Männer* stattfinden. In den letzten zwei bis drei Jahren gab es wiederholt menschenrechtliche Kritik an der Vergabe WM nach Katar, primär auf Grund der Arbeitsbedingungen in Katar. Die Rosa-Luxemburg Stiftung hat nun im letzten November ein sehenswertes Podium zusammengestellt, was probierte, den aktuellen Stand der polit-ökonomischen Debatte und Entwicklungen zusammenzuführen. Inklusive von gewerkschaftlich organisierten Leuten bis zu Vertreter*innen von Fussball-Fan-Initiativen, die zum Boykott der WM durch Verbänden und – wenn dieses nicht fruchtet – durch die Fans selber aufrufen. Eine Übersicht über Referent*innen und die einzelnen Teile der Veranstaltung findet ihr in der Video-Beschreibung.

Die Umstrittenheit der WM 2022 hat sich auch in mehreren Fan-Initiativen niedergeschlagen, u.a. der internationalen Fan-Ini „Boycott Qatar 2022“. Diese hat einen längeren Aufruf verfasst [–> LINK]. In diesem findet sich folgender Satz:

„Wir Fußballfans sind keine Träumer. Wir wissen, dass der Fußball seit seinen Pioniertagen kommerziellen Tendenzen und Manipulationen unterliegt. In gewisser Weise muss der Fußball und müssen wir damit leben. Aber es gibt Situationen, in denen eine kritische Kommentierung nicht reicht, sondern ein praktisches Zeichen gesetzt werden muss. Die WM in Katar ist solch ein Fall, in dem zu viele Grenzen überschritten werden. Noch haben die FIFA und ihre Mitgliedsverbände die Möglichkeit, ihre Entscheidung pro Katar zurückzuziehen und ein anderes Land mit der Turnieraustragung 2022 zu beauftragen. Leider ist es sehr unwahrscheinlich, dass es dazu kommt.

Daher wäre es Sache des DFB, klare Signale zu senden. Ein Verzicht auf die WM-Teilnahme, wie vom ehemaligen DFB-Präsidenten Grindel erwogen, wäre die klarste Möglichkeit. Falls sich der DFB dazu nicht entschließt, fordern wir eine ausführliche Erklärung dieser Entscheidung. Dabei sollte der DFB zur Menschenrechtslage in Katar eindeutig Position beziehen. Ebenso sollte er die Arbeit von Menschenrechtsgruppen und Fanorganisationen, die sich kritisch mit Katar auseinandersetzen, finanziell fördern.“

Filmempfehlung: „Zero“ (mit Heike Makatsch, audio: dt)

kulturempfehlungen zu geben, obwohl mensch die sachen noch nicht selber konsumiert hat, ist natürlich ne schwierige sache – ich machs trotzdem. hier ein sehr interessant klingender film namens „zero“ auf ARD-mediathek mit folgender ankündigung (abrufbar bis februar 2022):

„Fernsehfilm Deutschland 2021 +++ Berlin in naher Zukunft: Kameradrohnen dringen illegal in ein Geheimtreffen von Carl Montik, Vorstandsmitglied des marktbeherrschenden Internetkonzerns „Freemee“, mit Regierungsmitgliedern ein und dokumentieren das Geschehen live im Internet. Die anonyme Netzaktivistengruppe „Zero“ bekennt sich öffentlich zu dem medialen Angriff.“

–> ZUM FILM

Filmempfehlung: „Zero“ (mit Heike Makatsch, audio: dt)

kulturempfehlungen zu geben, obwohl mensch die sachen noch nicht selber konsumiert hat, ist natürlich ne schwierige sache – ich machs trotzdem. hier ein sehr interessant klingender film namens „zero“ auf ARD-mediathek mit folgender ankündigung (abrufbar bis februar 2022):

„Fernsehfilm Deutschland 2021 +++ Berlin in naher Zukunft: Kameradrohnen dringen illegal in ein Geheimtreffen von Carl Montik, Vorstandsmitglied des marktbeherrschenden Internetkonzerns „Freemee“, mit Regierungsmitgliedern ein und dokumentieren das Geschehen live im Internet. Die anonyme Netzaktivistengruppe „Zero“ bekennt sich öffentlich zu dem medialen Angriff.“

–> ZUM FILM

heute (do, 28/10/2021; 16h) in berlin: anti-repressionsdemo nach mord an roma durch griechische polizei

hey ihrs,

heute 16h ist in berlin anti-repressionsdemo der roma-community vor der griechischen botschaftanlass: mord diese woche durch griechische polizei an einem roma.

kommt gerne rum!

****************************************************************************************

Aus dem Aufruf:

„Kundgebung // Donnerstag, 28.10.2021, 16 Uhr // Vor der Griechischen Botschaft Berlin, Kurfürstendamm 185

Wir rufen zu einer Kundgebung für Gerechtigkeit für den Rom Nikos Sampanis, der am Samstag, den 23. Oktober 2021, von der griechischen Polizei in Perama bei Athen brutal erschossen wurde.

Wir fordern eine lückenlose Aufklärung und Bestrafung der Täter. Darüber hinaus fordern wir ein Ende der Polizeibrutalität in Griechenland, Deutschland und weltweit!

Der 20-Jährige Nikos Sampanis und seine zwei jüngere Verwandte versuchten in der Nach von Freitag auf Samstag in einem gestohlenen Fahrzeug vor der Polizei zu fliehen, als diese über zwanzig Schüsse auf den Wagen feuerte – und zwar nicht auf die Reifen, sondern auf die Insassen. Nikos wurde mindestens zweimal getroffen. Nikos‘ 16-jähriger Beifahrer wurde lebensgefährlich im Bauch getroffen, der dritte Mann konnte fliehen.

Diese Tat war weltweit nicht die erste. Die Liste von Roma*, die durch Polizeihand gestorben sind, wird immer länger. Erst im Juli erreichte uns die Nachricht über den 14-jährigen Morais da Silva Matos, der in Brasilien von der Polizei erschossen wurde. Im Juni trauerten wir um den tschechischen Rom Stanislav Tomáš, dem ein Polizist minutenlang auf seinem Hals kniete, bis er kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Im Juni 2020 starb der 39-jährige Daniel Jiménez auf der Polizeistation in Algeciras, Spanien – angeblich hat er Selbstmord begangen. Im September 2019 starb Eleazar Garcia, 30 Jahre alt und geistig zu 75% beeinträchtigt, wehrlos an einem Herzinfarkt, nachdem er kurz zuvor auf brutalste Weise vom Sicherheitsdienst und der Polizei von Gijón (Spanien) festgehalten wurde. Im März 2014 unterlag der 26-jährige Gabriel-Daniel Dumitrache auf der Polizeistation von Bukarest, Rumänien, zahlreichen Verletzungen durch einen Polizisten.

Wir gehen am Donnerstag, um 16 Uhr, auf die Straße, um gegen diese unerträglichen Umstände zu protestieren. Justice for Nikos Sampanis! Stop police brutality! Act for Roma Lives!“

#act4romalives

heute (do, 28/10/2021; 16h) in berlin: anti-repressionsdemo nach mord an roma durch griechische polizei

hey ihrs,

heute 16h ist in berlin anti-repressionsdemo der roma-community vor der griechischen botschaftanlass: mord diese woche durch griechische polizei an einem roma.

kommt gerne rum!

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Aus dem Aufruf:

„Kundgebung // Donnerstag, 28.10.2021, 16 Uhr // Vor der Griechischen Botschaft Berlin, Kurfürstendamm 185

Wir rufen zu einer Kundgebung für Gerechtigkeit für den Rom Nikos Sampanis, der am Samstag, den 23. Oktober 2021, von der griechischen Polizei in Perama bei Athen brutal erschossen wurde.

Wir fordern eine lückenlose Aufklärung und Bestrafung der Täter. Darüber hinaus fordern wir ein Ende der Polizeibrutalität in Griechenland, Deutschland und weltweit!

Der 20-Jährige Nikos Sampanis und seine zwei jüngere Verwandte versuchten in der Nach von Freitag auf Samstag in einem gestohlenen Fahrzeug vor der Polizei zu fliehen, als diese über zwanzig Schüsse auf den Wagen feuerte – und zwar nicht auf die Reifen, sondern auf die Insassen. Nikos wurde mindestens zweimal getroffen. Nikos‘ 16-jähriger Beifahrer wurde lebensgefährlich im Bauch getroffen, der dritte Mann konnte fliehen.

Diese Tat war weltweit nicht die erste. Die Liste von Roma*, die durch Polizeihand gestorben sind, wird immer länger. Erst im Juli erreichte uns die Nachricht über den 14-jährigen Morais da Silva Matos, der in Brasilien von der Polizei erschossen wurde. Im Juni trauerten wir um den tschechischen Rom Stanislav Tomáš, dem ein Polizist minutenlang auf seinem Hals kniete, bis er kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Im Juni 2020 starb der 39-jährige Daniel Jiménez auf der Polizeistation in Algeciras, Spanien – angeblich hat er Selbstmord begangen. Im September 2019 starb Eleazar Garcia, 30 Jahre alt und geistig zu 75% beeinträchtigt, wehrlos an einem Herzinfarkt, nachdem er kurz zuvor auf brutalste Weise vom Sicherheitsdienst und der Polizei von Gijón (Spanien) festgehalten wurde. Im März 2014 unterlag der 26-jährige Gabriel-Daniel Dumitrache auf der Polizeistation von Bukarest, Rumänien, zahlreichen Verletzungen durch einen Polizisten.

Wir gehen am Donnerstag, um 16 Uhr, auf die Straße, um gegen diese unerträglichen Umstände zu protestieren. Justice for Nikos Sampanis! Stop police brutality! Act for Roma Lives!“

#act4romalives

Spendenempfehlungen 10/2021

hey ihrs, 

mit der kohle ist das ja so ne sache, aber trotzdem: paar euronen gehen immer.

darum hier meine 3 spendenempfehlungen für berlin:

1) kältehilfe berlin (–> INFO)

EMPFÄNGERIN: Bank für Sozialwirtschaft
IBAN:  DE56 1002 0500 0003 3601 02
BIC:    BFSWDE33BER
Verwendungszweck: GEBEWO gGmbH „Kältehilfe/Wohnungslosenhilfe“

2) medibüro berlin (–> INFO)

EMPFÄNGERIN: Gesundheit für alle Berlin e.V.

IBAN: DE 17 4306 0967 1217 7292 00

BIC: GENODEM1GLS (GLS Bank)

VERWENDUNGSZWECK: [offen]

3.) bff – bundesverband frauennotrufe und frauenberatungsstellen (–> INFO)

EMPFÄNGERIN: bff: Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe – Frauen gegen Gewalt e.V.

IBAN: DE54520604100003901440

BIC: GENODEF1EK1 (Evangelische Bank)

Konto: 3901440

Verwendungszweck: Spende

walk on!